============================================= DER KNAUSERER die 1. Online-Zeitung fuer Sparsame ============================================= Ausgabe 04/2002 Knauserer-Homepage: www.knauserer.com ----------------------------------------------------------------------- Inhaltsverzeichnis: * Zum Konsumwahnsinnigen erzogen - haessliche Statistiken zum Thema Jugendkonsum * Brennesseln - das vielseitige Kraut zum Kochen und Heilen * "Alles was ich selbst kann, braucht kein anderer machen" einfache Handarbeiten schnell gelernt * Die Neujahrsvorsaetze - auf der Suche nach den Stromfressern * Von Verzinsen und Abzocken - Konditionenvergleiche von Banken * Mit kleinen Tipps viel sparen * Helfen Sie sparsame Ideen zu finden! ----------------------------------------------------------------------- In eigener Sache: a) Es gibt wieder NEWS! (Fuer alle neuen Knauserer - Neue Lexikon- eintraege kommen zuerst in die Abteilung News bevor sie in das Lexikon uebernommen werden). Diesmal 15 knausrige Rezepte aus Tirol, da mir ein kleines feines Buch zum Thema in die Hand gefallen ist. b) siehe Artikel 2 - in der Alles-Gratis-Abteilung liegt ein neues Kochbuch! c) Hat irgendjemand seinen Knauserer in letzter Zeit nicht regelmaessig bekommen??? Bitte mailt mir: mau@surfeu.at. Ich strukturiere die Ver- teilung neu und koennte jetzt diese Probleme gut beheben! ----------------------------------------------------------------------- * Zum Konsumwahnsinnigen erzogen - haessliche Statistiken zum Thema Jugendkonsum Der Jugend gehoert die Zukunft und wenn man den Statistiken glauben schenken darf, ist der Wandel hin zu einem nachhaltigeren und vernuenftigeren Konsum fuer die naechsten Jahre ueberhaupt nicht zu erwarten. Ein paar Daten gefaellig: - 90 % aller Jugendlichen geben bei Umfragen an, dass Shopping ihr Hobby ist - Bei den 16- bis 29jährigen gehen Experten davon aus, daß jeder vierte extrem verschuldet ist (Deutschland) - Das durchschnittliche amerikanische Kind bekommt $ 230/Jahr an Taschengeld. Einen Betrag, den sich ueber eine halbe Milliarde Menschen im Jahr kaum durch harte Arbeit erwirtschaften. - ein Mitarbeiter einer Schuldnerberatung berichtet: "Neulich hatten wir einen 18-Jährigen mit 19 000 Mark Handyschulden". Das sei zwar ein "Highlight, aber darunter gibt es einen breiten Lichtstrahl." · Das Thema, dass bereits Jugendliche schwer in der Kreide stehen, hat mit den "Handy-Schulden" erstmal erschreckende Ausmasse angenommen. Die Schuldner- beratungen registrieren einen gewaltigen Anstieg an Jugendlichen, die bereits ueber 15 % ihrer Taetigkeit ausmachen. Was ihnen die Gesellschaft vorexerziert, machen die Jugendlichen gnadenlos nach. Die Schuldnerberatungen beklagen vor allem: "Probleme macht uns vor allem, dass hier in fruehen Jahren die Scham überwunden wird, Schulden zu haben." Schulden zu haben in unserer Gesellschaft, ist mehr als normal, wer stoesst sich daran. Keinem kommt es in den Sinn, nicht verschuldete Haushalte als gutes Beispiel fuer ein erfolgreiches Leben heranzuziehen. Eher gilt der Nachbar mit dem tollen Schlitten als erstrebenswertes Vorbild. Und Jugendliche saugen diesen Unsinn wie ein Schwamm auf. Ein paar Zahlen gefaellig: - Woechentlich verbringt der Durchschnittsamerikaner durchschnittlich 6 Stunden mit "Shopping", waehrend er nur 40 Minuten mit seinen Kindern spielt. - Im Jahre 1987 gab es in der USA bereits mehr Shopping Center als High Schools naemlich 32.563. Beide Werte sagen viel ueber unsere Gesellschaft auf, wobei ich die amerikanische in keinster Weise als Gegenpol zu unserer westeuropaeischen sehe (ganz der gleiche Sch....) Neben der geringen Hemmschwelle zu den Schulden ist das gewaltige Prestigedenken zu einem grossen Erfolgsdruckfaktor fuer Jugendliche geworden. Wer nichts hat, ist nichts. In den Schulen regiert der Markenwahnsinn, wer kein Handy hat, ist sowieso out. Der drohenede Zeigefinger ist ja schnell erhoben und es ist auch leicht gesagt, man muesse sich widersetzen. Aber ich kann mich erinnern, als ich noch vor 11 - 15 Jahren zur Schule gegangen bin (eine weiterfuehrende Schule mit vielen "reichen" Unternehmerkindern), da hatte ich von meinem finanziellen Background auch keine Chance "mitzuhalten", was anfaenglich wirklich in einer Aussenseiterrolle geendet hat. Ich bin ein sehr aufgeschlossener, wendiger und froehlicher Mensch, der Dinge wegstecken kann, aber andere haben kapituliert. Und heute ist es noch viel extremer - wer will da den Kindern Vorhaltungen machen. Jetzt, wo es schon gar niemanden mehr stoert, dass in Schulen fuer Fahrschulen, Cola etc geworben wird. Die Schule ist eine Brutstaette fuer den Konsumenten von morgen. UND KEINEN REGT ES AUF! Als dritter Grund fuer den Schuldenwahnsinn fuehren die Schuldnerberatungen Naivitaet im Umgang mit Geld an. "Ich habe ein Handy, das hat nichts gekostet." Es fehlt ihnen an Kostenbewusstsein, einer "Tugend", die man nur durch "Geld- erziehung" schaerfen kann. Gut das Handy kostet nichts, aber die Grundgebuehren, die Mindestumsaetze, die SMS-Kosten, die Telefonkosten. All das wird nicht ge- rechnet. Wo sind denn da die Eltern, die mit ihren Kindern und Jugendlichen diese hohen Ausgaben nicht durchrechnen und anschauen. Was sind das fuer Eltern, denen es nicht auffaellt wie ihr Kind sich in die Schuldenfalle telefoniert. Die Erziehung hin zum muendigen Konsumenten ist kein Thema - offenbar nicht zu Hause und in Schulen sowieso nicht. Ein anderes O-Zitat eines Schuldnerberaters: . "Viele Jugendliche wissen gar nicht mehr, wo das Geld herkommt, dass es verdient werden muss", sagt er. "Die denken, es kommt aus dem Bankautomaten." (Und das war kein Sarkasmus des Mannes, das war eine Feststellung!) Keine Scham vor Schulden, Prestigedruck und mangelndes Wissen ueber eigene finanzielle Moeglichkeiten, so werden junge Leute heute erwachsen. ein bisschen traurig ist das schon. Und noch trauriger ist es, dass dieses Pulverfass kaum thema- tisiert wird. Mehr als die Politik waere die Gesellschaft gefragt, eine Aenderung im Denken her- beizufuehren, es geht naemlich um das Thema, das dem "Knauserer" besonders auf- stoesst: "Selbstverwirklichung" heute ist in der Regel eine rein materielle Groesse. Ich ueberlasse euch jetzt dem eigenen entsetzten Staunen oder unglaeubigen Kopf- schuetteln und der eigenen Ohnmacht ueber eine Zukunft, die so betrachtet gar nicht schoen aussieht. Aber schliessen moechte ich mit einem ganz schoenen Satz, den ich irgendwo im Internet aufgeschnappt habe: Kinder sind keine Faesser, die gefuellt, sondern Feuer, die entfacht werden wollen! Vielleicht ist einer meiner Leser Lehrer und fuehlt sich durch diesen Artikel bewogen, eine Stunde der Konsumentenerzeihung zu widmen. Sollte dieser Lehrer auch noch in meiner Naehe "ordinieren" (Bayern, Westoesterreich, Ostschweiz), dann wuerde ich gerne persoenlich helfen. ----------------------------------------------------------------------- * Brennesseln - das vielseitige Kraut zum Kochen und Heilen a) Kochbuch - Auszuege aus dem neuen Kochbuch zum Downloaden b) Die neuesten Gesundheitstipps zum Thema Brennnesseln Ihr habt sicher alle schon mal das Knauserer-Lexikon studiert. Im Laufe der Zeit haben sich Unmengen von Rezepten zu verschiedenen Themen ange- sammelt. Vor allem die Brennnesselrezepte haben langsam den Rahmen ge- sprengt und man fand den Wald vor lauter Baeumen nicht mehr. Deshalb habe ich mich entschieden, in die Alles-Gratisabteilung ein kleines Kochbuch nur zum Thema "Brennnesseln" zu legen. Der Inhalt setzt sich aus bekannten Rezepten aus dem Lexikon, aus ein paar neu zusammengetragenen Rezepten aus Buechern und aus Rezepten aus dem Internet (siehe Surftip des Monats). Herausgekommen ist ein sehr interessantes rundes Buch zu einer sehr vielfaeltigen Pflanze. Und um euch den Mund waessrig zu machen, gleich ein paar Rezepte vorab (ein paar sind sicher schon bekannt, aber bei Wildgemuesen heisst es ja immer "billiger geht es nun wirklich nicht mehr"!!!!) Brennnesselsuppe Spreewald 20 g Brennnesselspitzen, Butter, Milch, Salz, Pfeffer, 1-2 Kartoffeln Brennnesselspitzen gruendlich waschen, zerkleinern und in zerlassener Butter duensten. Anschliessend Milch daruebergiessen, 10 Min. koecheln und mit einer Prise Salz und Pfeffer wuerzen. Die Kartoffeln puerieren und in der Suppe nochmals 5 Min. koecheln. Lecker! Brennnesselfrikadellen 1 Schüssel Brennnesselspitzen, Salz, Pfeffer, 1 Spur Muskatnuss, 1 Ei, Vollkornmehl, Butter Die Brennnesseln in kochendem Wasser einige Minuten blanchieren, dann kalt ueberbrausen, damit sie ihre gruene Farbe behalten. Abtropfen lassen und auf Kuechenkrepp gut ausdruecken. Dann fein wiegen und in einer Schuessel ein Ei darunter mischen. Mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss wuerzen und alles gut vermischen. Aus der Brennnesselmasse kleine Frikadellen formen und in Mehl waelzen. In der Pfanne die Butter erhitzen und die Frikadellen bei maessiger Hitze unter mehrmaligem Wenden von beiden Seiten knusprig braten. Die Brennnessel-Frikadellen eignen sich als Beilage fuer viele Fleischgerichte. Gut passt eine Wildkraeuter- Remouladensauce dazu. Ich habe sie mit Gorgonzolasauce serviert und es hat allen geschmeckt, obwohl sie wussten was da auf dem Tisch stand. Brennnessel-Spinat 1000 g Brennnesseltriebe, 1 EL Butter, 1/2 TL Salz, etwas Pfeffer Muskat, 3 EL Creme fraîche, 50 g geroestete Mandelblaettchen Brennnesseltriebe in der zerlassenen Butter anduensten. Mit Salz, Pfeffer und Muskat wuerzen und 5 Min. bei geoeffnetem Topf duensten. Mit der Creme fraîche verruehren und mit Mandelblaettchen bestreuen. Das wohl bekannteste Brennnesselgericht kann dem Blattspinat durchaus das Wasser reichen. Aber ich will ja nicht nur aus dem neuen Kochbuch zitieren, ladet es auch runter und probiert selber aus. Auch zum Thema Volksheilkunde gibt das Thema Brennnessel einiges her: Brennnesselabkochung zur Entschlackung, gegen Rheumatismus und bei Erkaeltungskrankheiten 2 EL getrocknete oder 4 EL frische Blaetter und Stengel mit 1/2 l Wasser 5 min. kochen, 10 min. zugedeckt ziehen lassen. 2 x taeglich 10 tage lang zwischen den Hauptmahlzeiten Brennnesselabkochung zur aeusserlichen Behandlung von Hautausschlaegen, zum Gurgeln bei Mund- und Rachenentzuendung und als taegliches Haaerwasser 80 g getrocknetes Kraut mit 1l Wasser 10 min. kochen, 10 min. ziehen lassen Aufgruss zum Erfrischen der Haut 60 g frische oder 40 g getrocknete Blaetter mit 1l siedendem Wasser ueberbruehen, zugedeckt 15 min. ziehen lassen, abseihen, auskuehlen Kopfschuppen und vorzeitiger Haarausfall sind laestige Uebel, die sich mit Hilfe der Brennnessel wirksam bekaempfen lassen. Man bereitet aus den kleingeschnittenen Wurzeln einen Absud, vermischt ihn mit reinem Weinessig. Magenbrennen und Sodbrennen linert man mit einem Brennnesselschnaps: 2 Haende voll frischer Brennnesselblaetter und 1l Kornschnaps ansetzen und 4 bis 8 Wochen in der Waerme oder an der Sonne destillieren lassen. 1 Stamperl nuechtern am Morgen und 1 Stamperl am Abend, 1 Stunde nach dem Nachtmahl, befreien von Beschwerden. Auch zum Wundreinigen oder bei Hautunreinheiten kann dieser Schnaps verwendet werden. Entschlackend und diaetunterstuetzend ist der Brennnesseltee, 2 Teeloeffel des feingeschnittenen Krautes in einer Tasse mit heissem Wasser ziehen lassen, abseihen und ungesuesst trinken. Der Tee wird auch bei Rheuma, Gicht, Leber- und Gallenbeschwerden und bei Prostataleiden angewendet. Viel Vergnuegen beim Nachkochen, Nachprobieren etc. Feedback waere sehr willkommen. ----------------------------------------------------------------------- * "Alles was ich selbst kann, braucht kein anderer machen" einfache Handarbeiten schnell gelernt Genau dieser Satz ist einer jener Merksaetze, der mir immens sparen hilft. Alles was ich selber machen, herstellen, reparieren kann, spart mir bares Geld. Fuer mich fallen unter diese Kategorie, Taetig- keiten a) aus dem Bereich Handwerken wie tapezieren, anstreichen, Fliesen verlegen, Fertigmoebel zusammenbauen, hobeln, Naegel einschlagen ... b) aus dem Bereich Hausarbeiten auch Sachen wie schwierige Flecken reinigen, Brot backen, Wurst erzeugen c) alle Gartenarbeiten d) Reparaturen an Fahrraedern, Rasenmaehern etc. Kleinreparaturen an Autos und e) die Handarbeiten. "Ich kann das nicht!" Das kommt im Beruf schlecht an und zu Hause soll es genauso deplaziert sein. Fuer alle handwerklichen Taetigkeiten gilt, Uebung macht den Meister und meistens freut man sich ueber das Selbstgemachte ohnehin mehr und laenger als ueber teuer Zugekauftes. Ich werde versuchen, in zukuenftigen Knausererausgaben mehr "Lehr- artikel" zu handwerklichen Taetigkeiten zu schreiben (allerdings braeuchte ich fuer div. Sachen noch Hilfe - wer also von sich glaubt, ein begnadeter Tapezierer, ein genialer Hobbytischler oder Automonteur zu sein - bitte um eine Wortspende). Auch in alten Ausgaben finden sich schon Artikel zum Thema naehen (10/2001), zum Thema Elektrik (siehe auch Forschungsecke auf www.knauserer.com) oder zum Thema Auto- reparatur (08/2000). Diesmal schauen wir uns einmal ganz einfache Handarbeitstechniken an (ganz einfache - weil mehr kann ich auch nicht!). DAS STRICKEN sieht einfach aus, aber zum Anfangen ist es verteufelt. Ich habe mein bestes gegeben, um die einfache Taetigkeit des Strickens an- schaulich mit Worten zu beschreiben (ich hoffe es ist mir gelungen): Was brauche ich zum Stricken? Wolle, Nadeln in passender Staerke Man beginnt wie folgt: Je nachdem wie breit das Strickstueck werden soll, laesst man ein langes Ende. Zum Anschlagen (= die erste Reihe): Masche 1: - mit Zeigefinger und Daumen der linken Hand ein L zeigen - nun das Ende in die Hand nehmen und wie folgt durch das L fahren: von der Handflaeche nach oben zwischen Daumen und Zeigefinger durch, einmal rund um den Zeigefinger im Uhrzeigersinn wieder Richtung Hand- ruecken (den Faden kreuzen) und auf der Handrueckenseite rund um den Daumen gegen den Uhrzeigersinn. Dann ein genuegend langes Stueck das Endeweiterziehen und dieses Ende und den Faden der vom Knaeuel kommt mit restlichen drei Fingern halten. - Die Nadeln in die rechte Hand nehmen. Zuerst unter den Faden fahren, der vom Daumen zu den drei Fingern fuehrt (= Faden a), fahren. Dann mit der Nadel (und dem Faden auf ihrem "Ruecken) ueber den Faden fahren, der Zeigefinger mit Daumen verbindet (= Faden b) und dann entlang des Zeigefingers hinter den Faden fahren, der rund um den Zeigefinger gewickelt ist. - Den Faden, den man nun am Zeigefinger aufgenommen hat, zu sich ziehen, aber dabei zwischen dem Faden a und b hindurch. - Wenn man das alles nun fest an die Nadel zieht, hat man Masche 1 geschafft. weitere Anschlagmaschen: Von Masche 1 gehen 2 Faeden weg. - Mit Daumen und Zeigefinger wieder ein L beschreiben, zwischen die Faeden fahren, auseinanderdruecken und dann mit der Nadel zur Hand- flaeche fahren und mit den drei restlichen Finger die Enden der Faeden ergreifen. - Die Handstellung zum Maschenanschlagen muss wie folgt aussehen. Faden a laeuft von der Nadel hinter den Daumen herum entgegen dem Uhrzeigersinn und wird dann von Mittelfinger und Konsorten ergriffen. Faden b laeuft im Uhrzeigersinn um den Zeigefinger und dann gerade weiter unter die drei restlichen Finger. - Nun faehrt man dem Daumen entlang (von unten nach oben) unter Faden a hindurch, bewegt dann die Nadel Richtung Zeigefinger und faehrt den Zeigefinger entlang von oben nach unten. Nun hat man beim Zeigefinger den Faden aufgenommen und zieht ihn durch die Schlaufe, die die Faeden um den Daumen bilden. - Kraeftig ziehen - fertig! - Und die naechste Anschlagmasche .... So nun haben wir genuegend Maschen angeschlagen. Jetzt kommt eine Reihe gerader Maschen: - Man nimmt die Nadel mit den Anschlagmaschen in die linke Hand, die noch freie Nadel in die rechte. Den Faden wickelt man sich locker (sodass er leicht rutscht), um den Zeigefinger der linken Hand. - Man sticht mit der freien Nadel (Nadel a) von unten nach oben vor der Nadel b in die erste Masche. - Dann holt man einen Faden, indem man mit dem Zeigefinger der linken Hand den Faden einmal um die Nadel a fuehrt. - Vorsichtig die kleine Schlaufe durch die Masche auf der Nadel b fuehren. - Wenn die neue Masche sicher auf der Nadel a sitzt, die alte Masche von Nadel b runterrutschen lassen. - alles etwas festziehen, fertig. - Und die naechste Masche ... Wenn nur noch eine Masche auf Nadel b ist, den Faden zwischen der letzten Masche auf Nadel a und der Masche auf Nadel b zu sich vor das gestrickte bringen. Die letzte Masche nun nicht abstricken, sondern einfach mit Nadel a von oben nach unten in die Masche auf Nadel b stechen und rueberheben. Nun kann man das Gestrickte umdrehen und eine weitere Reihe stricken. Wenn man nun so weiter strickt, dann bekommt man auf beiden Seiten ein kleines "Wellenmuster". Das sieht nicht so gut aus, deshalb gibt es neben der oben demonstrierten "geraden" Masche auch eine "verkehrte" Masche. Die geraden Maschen verwendet man auf der ersten Reihe, die verkehrte Masche auf dem Weg zurueck und man bekommt ein einheitliches Strickbild auf der Vorderseite (und viele viele "Wellen" auf der Rueckseite). Und die verkehrte Masche geht wie folgt: - Man nimmt die Nadel mit den Anschlagmaschen in die linke Hand, die noch freie Nadel in die rechte. Den Faden wickelt man sich locker (sodass er leicht rutscht), um den Zeigefinger der linken Hand und gibt ihn VOR das Gestrickte - Man sticht mit der freien Nadel (Nadel a) von OBEN nach UNTEN vor der Nadel b in die erste Masche. - Dann holt man einen Faden, indem man mit dem Zeigefinger der linken Hand den Faden einmal um die Nadel a fuehrt. - Vorsichtig die kleine Schlaufe durch die Masche auf der Nadel b fuehren. - Wenn die neue Masche sicher auf der Nadel a sitzt, die alte Masche von Nadel b runterrutschen lassen. - alles etwas festziehen, fertig. - Und die naechste Masche ... Die Randmasche bitte gleich behandeln. Liebe Freunde, glaubt mir stricken selber ist einfacher, als es mit Worten zu beschreiben. Denn mit dem oben Beschriebenen, sind bereits 70 % aller Strickgeheimnisse gelueftet. Also gutes Gelingen! Vielleicht schafft es auch jemand, mit dieser An- leitung ;-))))))) ----------------------------------------------------------------------- * Die Neujahrsvorsaetze - auf der Suche nach den Stromfressern Ich habe mich ja in letzter Zeit schon oefter mit Stromverbrach be- schaeftigt (siehe Knauserer 01/2001 - 03/2001, Knauserer 08/2001), und im Lexikon finden sich viele kleine Tipps zum gleichen Thema. Und jetzt habe ich mir einmal anfang des Monat eine kleine halbe Stunde (mehr war nicht noetig) Zeit genommen, um meinen Stromhaushalt zu checken. Bewaffnet mit einem Notizblock bin ich durch die Wohnung gegangen und habe a) zunaechst alle Stromverbraucher notiert b) die grossen Stromverbraucher von den kleine getrennt c) jene Geraete markiert, die staendig am Strom haengen und jene, die nur bei Bedarf eingeschalten werden Stromverbraucher Nummer 1, der a) viel Strom braucht und b) staendig laeuft ist die Gefrierkombination. Jede Stromsparmassnahme muss also hier anfangen. Meine Massnahmen fuer Kuehlschrank und TK-Schrank waren: Abtauen und neu und gezielt voll fuellen. Dass ich nichts Warmes in die Gefrierkombination stelle, versteht sich von selbst. Das Abtauen hat gut geholfen und ich konnte die eingestellte Gefriertemparatur und die Kuehltemperatur um eine Stufe zurueckstellen. Staendig am Strom hing auch meine Stereoanlage und der Radiowecker. Aus gegebenem Anlass habe ich jetzt endlich einen Mehrfachstecker mit Wipp- schalter gekauft, um die Stereoanlage daran anzuschliessen und um end- lich keinen sinnlosen Stand-by mehr zu haben. Bei der Beleuchtung und bei der Kaffeemaschine habe ich besonders darauf geachtet, dass sofort wenn das Licht oder die Maschine nicht mehr benoetigt wurde, abgeschaltet wurde. Nach einer Woche war das alles automatisiert und meinem Freund ist die neue "Taktik" gar nicht aufgefallen: Kaffee machen, ausschalten/Raum verlassen, sofort ab- schalten. Die Aussenbeleuchtung habe ich ganz abgeschalten. Fuer wen sollte ich vor dem Haus Licht machen. Ein groesser Stromfresser ist auch die Waschmaschine. Da ich aber viele der Tipps aus den Knauserer 01/2002 - 03/2002 sehr beherzige, habe ich da kein Einsparungspotential mehr gefunden. Auch der Computer haengt an einem Mehrfachstecker mit Wippschalter. Kein Sparen mehr moeglich. Einen Stromfresser habe ich gaenzlich eliminiert (schon vor einiger Zeit allerdings). Es ist ja viiiiiiel bequemer den Radiator einzu- schalten als nach draussen zu gehen, Holz zu hacken und den Kachel- ofen zu befeuern. Auch wenn das Ding an einer Zeitschaltuhr haengt, der Radiator braucht viel zu viel Strom. Einzige Loesung - ganz weg damit. Beim Herd habe ich besonders aufgepasst, ja immer mit Deckel zu kochen, deshalb habe ich mir auch fuer die grosse Pfanne einen passen- den Deckel besorgt. Beim Ofen spare ich mir (auch schon laengere Zeit) konsequent das Vorheizen und ich spare mir da etwas an Zeit, die der Ofen sonst so vor sich hinheizen wuerde. Das letzte was ich noch gemacht habe, das Warmwasser habe ich um 5 ° gedrosselt. Ist gar nicht so aufgefallen, vor allem nicht beim Duschen. Der Spareffekt ist sicher sehr gross.. Noch was die elektrische Zahnbuerste habe ich wieder huebsch ver- packt ins Regal gestellt (reizt bei mir ohnehin nur das Zahnfleisch zu stark). Und die Eier mache ich mit Eierkocher, da sind sie einfach viel schneller fertig, da mit viel weniger Wasser gekocht wird. Es war vielleicht nicht so der grosse Wurf dabei, aber ich bin ganz froh einmal durch die Wohnung gegangen zu sein und mir ein Bild ge- macht zu haben. Vielleicht bin ich auch ein bisschen betriebsblind und sehe ein paar Einsparungspotentiale nicht mehr. Ich weiss ja nicht, vielleicht sehr ihr objektiv ja noch das ein und andere, was ich noch sinnvoll veraendern koennte. Und euch gutes Gelingen beim Aufspueren der Stromfresser. ----------------------------------------------------------------------- * Von Verzinsen und Abzocken - Konditionenvergleiche von Banken Die Stiftung-Warentest schreibt: Null oder rund 136 Euro kann ein Giro- konto im Jahr kosten. Das zeigt: Ein Preisvergleich lohnt sich. Doch die Suche nach der besten Bank wird schnell zur Qual. Denn wenn es ums Geldverdienen geht, sind Banken und Sparkassen diskret. Die wahren Kosten eines Girokontos verstecken sie in langen Preisverzeichnissen. Neulich hat mir meine Leserin Marietta folgende Information gemailt: >die Sparda-banken (www.sparda.at bzw. www.sparda.de) bieten Menschen >mit regelmaessigem Einkommen (bitte die genauen Bedingungen online >nachlesen) ein Gratis-Girokonto! >inkludiert: EUR / ATS > Konto-Fuehrung 0,- 0,- > Ueberweisung 0,- 0,- > Barbehebung 0,- 0,- > Buchungs-Gebuehr 0,- 0,- > Internet-Banking 0,- 0,- > Telebanking 0,- 0,- > Daueraufträge > Eroeffnung 0,- 0,- > Aenderung 0,- 0,- > Durchfuehrung 0,- 0,- > Schliessung 0,- 0,- > Abbuchungsauftraege > Eroeffnung 0,- 0,- > Änderung 0,- 0,- > Durchfuehrung 0,- 0,- > Schliessung 0,- 0,- >(quelle: http://www.diesparda.at/diesparda.html) >auch wenn studenten- bzw. jugendkonten gratis sind, kommt irgendwann >der Moment, an dem man von den Geldinstituten zur Kasse gebeten wird - >und das nicht zu knapp (trotz euro-zeitalter und globalisierung...) Es ist ja bekannt, dass die Sparda, solange man keine EC-Karten oder Kreditkarten braucht, sowohl in Oesterreich als auch in Deutschland unverschaemt billig ist. Die Eisenbahnerhausbank spart dann halt an den Filialen, bietet aber - fuer Oesterreich zumindest - ein ganz tadelloses Homebanking-Angebot. Und wie sieht es mit den anderen Banken aus: Zuerstmal "Dschungel" live. Wer macht sich denn schon die Arbeit, sich von zig Banken die Konditionen zu besorgen, sich hinzusetzen und zu vergleichen. Dafuer habe ich im Internet ein paar interessante Adressen gefunden: Deutschland: http://www.aspect-online.de/vergleiche/introgiro.htm Aspekt hat (zusammen mit Focus) dieses Programm erarbeitet und bietet es als Gratisservice im Netz an. Ganz solide gemacht und man bekommt eine massgeschneiderte Auskunft. Bei einem Einsparungs- potential bis zu EUR 136,00 durchaus ein Tipp. Daneben hat auch die Stiftung-Warentest Tabellen und Artikel zu diesem Thema. Unter den Downloads gibt es sogar ein Checklisten- programm, mit dem man seine individuellen Beduerfnisse eingeben kann und so das optimale Geldinstitut finden. http://www.warentest.de Oesterreich: Was in Deutschland die Stiftung Warentest ist in Oesterreich die Zeitung Konsument, die sich monatlich verschiedene Produkte im Vergleich vornimmt u. a. auch Konditionen von Banken. http://www.konsument.at andere Laender: ich habe jetzt leider fuer die Schweiz, Italien und die anderen Laender nichts Konkretes gefunden, aber etwaige Linktipps fuer diese Laender wuerde ich gerne veroeffentlichen. Und das Schlusswort zu diesem Thema ueberlasse ich eben der Zeitung Konsument, die Spartipps fuer Einzelverrechnungskonten auf- listet: So laesst sich sparen Wer sich für ein Einzelverrechnungskonto entscheidet, kann die anfal- lenden Kosten mit etwas Geschick geringer halten: - Barauszahlungen nicht am Schalter, sondern am Cash-Terminal oder Bankomat vornehmen. (Die Bank fuer Kaernten und Steiermark verrechnet fuer Schalter-Barauszahlung 7 Schilling. = 0,51 Euro) Anm. d. Red.: Ich sage euch, wie daemlich ein Bankbeamter gucken kann, wenn er einen fragt, ob er noch etwas Geld auszahlen soll und er bekommt als Antwort: Nein, das hole ich mir beim Bankomaten, der ist viel billiger. Stammel, stammel, da haben Sie recht. - Buchungen ueber guenstige Datentraeger abwickeln (zum Beispiel ueber Telefon oder Internet). - siehe dazu vor allem die Artikel bei Stiftung Warentest - Regelmaessig anfallende Zahlungen im Dauer- oder Lastschriftverfahren einzahlen statt jedes Mal am Schalter. - Schecks als Zahlungsmittel vermeiden (kosten zum Beispiel bei der Volksbank 3 Schilling pro Vordruck + 8 Schilling pro Buchung). In Summe ist das 0,8 Euro. - Kontoauszuege am SB-Automaten (gratis) ausdrucken statt zuschicken lassen (kostet zum Beispiel bei Raiffeisen 4 Schilling + Porto). Das sind wiederum 0,29 Euro. - Statt drei bis vier Mal die Woche kleinere Betraege am Bankomat zu beheben, besser einmal eine groessere Summe (spart Buchungszeilen). - Kontoueberziehung wegen Sollzinsen und hoeherer Kontofuehrungsgebuehr vermeiden. Mehr gibt es nicht zu sagen! ----------------------------------------------------------------------- Mit kleinen Tipps viel sparen! INTERNETTIPP: http://www.garten-literatur.de/Pflanzen/Rezepte/rezepte.htm http://www.welt-der-rosen.de/Rosrez/rosrez.htm http://www.gartenveilchen.de/rezepte/rezindex.htm Alle diese Seiten stammen vom gleichen Webmaster und widmen sich dem Thema Wildgemuese. Super gemachte Seiten mit unheimlich vielen Links. Momentan meine "zweite Heimat". HUFLATTICH/HIMMELSCHLUESSEL: Langsam beginnt sich die Naturapotheke wieder zu oeffnen. Schnell raus jetzt und Huflattich und Himmel- schluessel sammeln. Rezepte stehen im Naturlehrpfad! Tortenverzierung: Wenn man ein Zierdeckchen ueber die Torte legt und dann zuckert, hat man eine schoen verzierte Torte. AUS DEM DISKUSSIONSFORUM: Frage: Sind ALDI/HOFER schon billiger als andere Supermaerkte: Posting: zur zeit schon wieder. Ich konnte feststellen, dass Hofer bei einigen Sachen wieder am guen- stigsten geworden ist: butter (-,99) Mehl (-,35) orangensaft (-,55) Frage: Was macht ihr mit Gemueseresten? Posting: Zu Gemüsesuppen verkochen! Kleinschneiden, wie ueblich Suppe kochen, und zum Schluss alles puerieren. Gerade die Struenke vom Blumenkohl sind fast geschmackvoller als die Rosetten. Frage: Was haltet ihr von Internetkauf? Posting: kommt darauf an - manches ist sehr guenstig, anders kommt vor allem durch die manchmal hohen lieferkosten teurer als im Handel. Mein Lieblingsshop im Netz: *KEINE* Zustellgebühren und der Mindesteinkaufswert ist nur 15 Euro. Dazu sagenhaft günstige Angebote und immer ein kleines Extra zum Liefer- paket dazu (Kaffee, Staubtücher, ...) 2 Tage nach Bestellung wird dir die Ware an die Haustür geliefert. ERFOLGSMELDUNG DES MONATS: Neulich hat mir eine Leserin von ihren neuen Erfolgen als Neoknauserer berichtet und in einem Anflug von Eigensarkasmus, die kleine Erfolgs- story mit den Worten abgeschlossen: >Ich musste doch tatsaechlich Geld vom Lohnkonto auf das Sparkonto >ueberweisen!!!! Eine andere Erfolgsstory und zugleich ein Musterbeispiel fuer geplante und organisierte Geldausgabe aus einem andren Mail (grosses Kompliment von meiner Seite!): >Wir hatten uns fuer unseren neuen Esstisch (der erste und hoffentlich >einzige, den wir zu unseren Lebzeiten kaufen werden) zu Weihnachten >eine grosse Tischdecke gewuenscht. ... Dann kam mir gluecklicherweise >rechtzeitig, also bevor die Schwiegies etwas gekauft hatte, der Gedanke, >dass meine Schwiegermutter immer einen Waeschekatalog bekommt, der dann >im Januar immer sehr guenstige Angebote hat. Da habe ich dann gesagt, >die koennen wir auch spaeter kaufen, da wirds billiger, wir sind ja >keine kleinen Kinder mehr. Sie waren einverstanden und haben uns dann >zu Weihnachten einen huebschen, selbstgemachten Gutschein geschenkt. Und >siehe da, im Januar waren genau die Decken, die wir uns wuenschten, um >die Haelfte (!) reduziert. So bekamen wir zwei Tischdecken, und auch noch >die passenden Servietten dazu, sonst haette es nur fuer eine Garnitur >gereicht. Ueber Berichte solcher oder aehnlicher Erfolge aus eurem Knausererdasein wuerde ich mich sehr freuen! Kleine Erfolgsstory in eigener Sache: Seit mitte Februar bin ich ziemlich froh, ein Geizhals zu sein. Warum? Aufgrund von Auslagerungen hat meine Firma sehr viele Leute gekuen- digt. Mich auch. Gut psychologisch tut das schon weh, aber von all den Leuten war ich der einzige, der finanziell die ganze Sache richtig ruhig angehen konnte. Ohne Druck konnte ich mir eine neue Arbeit suchen, musste nicht die erstbeste (aus Panik) nehmen. Und siehe da, ich habe jetzt eine noch bessere, noch interessantere Aufgabe gefunden. Viele andere haben in Panik, ihre Schulden nicht bezahlen zu koennen, die erste Arbeit genommen, die ihnen angeboten wurde. Besonders gut hat mir auch getan, dass ich so im Geiste auch Modelle wie Teilzeitarbeit, Selbststaendigkeit, ein paar Monate "Urlaub" durch- spielen konnte. Dass es jetzt wieder eine Vollzeitarbeit wurde, lag am guten Angebot. Knausern lohnt sich! ;-))))))))))))) ---------------------------------------------------------------------- Helfen Sie sparsame Ideen zu finden! Diese Rubrik soll helfen, verschiedene Ideen meiner Leser zu (bislang) nicht geloesten Problemen zu finden. Die besten Einsendungen werden im naechsten Knauserer veroeffentlicht. Eine Frage aus dem Diskussionsforum von Nora, die ich gerne an alle weiterleiten moechte! Ich habe immer Angst, wenn ich weniger Waschpulver nehme als auf der Packung steht, dass dann die Waschmaschine zu schnell verkalkt und ich Probleme mit ihr bekomme. Habt Ihr schon Erfahrungen dazu gemacht? ----------------------------------------------------------------------- Impressum: Der Knauserer ist ein kostenloses E-Zine, das ca. 12mal jaehrlich erscheint. Herausgeber: Michaela Mauracher, mau@surfeu.at - www.knauserer.com